Eine Erfolgsgeschichte!

Ein tolles Team: Andreas Michel und Petra Stricker. Foto: pmz/bav

Seit gerade einmal einem Jahr gibt es den Verein Gemeinsamhandel Zweibrücken. Seitdem
wurde an einem Strang gezogen, und das zeigte in kürzester Zeit beachtliche Erfolge.

Vor gut einem Jahr, am 10.
Mai 2016, gründete sich
der neue Verein Gemeinsamhandel
Zweibrücken. Seitdem
schreibt die Stadt der Rosen
und Rosse eine Erfolgsgeschichte,
an die wohl kaum jemand
zu glauben gewagt hätte.
Innerhalb von zwölf Monaten hat
sich in Zweibrücken spürbar etwas
zum Positiven verändert.
„Wir kommen samstags jetzt regelmäßig
nach Zweibrücken.
Hier ist immer etwas los!“, sagen
Besucher zum Beispiel aus dem
benachbarten Homburg. Das
Beste daran: Dazu tragen alle
bei.

Die Geschichte begann damit,
dass die Stadt vor zwei Jahren
Petra Stricker als neue City-Managerin
engagierte, um Zweibrücken
wieder zu beleben. Stricker
ist Networkerin, bezieht in ihre
Arbeit gerne alle mit ein. Auf ihren
Antrittsbesuchen bei Gewerbetreibenden
aus Handel,
Dienstleistung und Gastronomie
über die Zweibrücker Innenstadt
hinaus sah sie das enorme Potential
und den Wunsch nach
Veränderung.

Gleich drei Vereinigungen verfolgten
im Prinzip dasselbe Ziel,
Zweibrücken zu mehr Attraktivität
zu verhelfen für Bürger und
Besucher: Die traditionelle Werbegemeinschaft
Zweibrücken
e.V. unter Leitung von Mario Facco,
der Verein „Wir in ZW“ mit
Walter Weber als Vorsitzendem
sowie der Verein „Handel in
Zweibrücken“
unter Vorsitz
von Andreas Michel.

Es gab keine homogene
Struktur,
keine Synergien
und keine
Koordination,
jeder kochte
sein eigenes Süppchen. Eine
enorme Herausforderung für
Petra Stricker. Und eine Vergeudung
der Kräfte: „Ähnlich gedacht
– parallel gemacht“, erinnert
sie sich.

Zahllose Gespräche mit allen
Beteiligten mündeten schließlich
in dem Ergebnis „Aus Drei
mach Eins“. Der „Gemeinsamhandel
Zweibrücken e.V.“, mit
dem Slogan „Zusammen wirken“
war geboren. Andreas Michel
wurde von den anfangs rund
40 Mitgliedern mit großer Mehrheit
zum Vorsitzenden gewählt.
„Wir tun genau das, was unser
mittlerweile patentierter Name
aussagt“, verdeutlicht der gebürtige
Schwabe, der an die ehemalige
Herzogstadt Zweibrücken
sein Herz verloren hat: „Gemeinsam
Handel betreiben und
gemeinsam aktiv
sein“. Gemeinsam
statt
getrennt im
„Einzel-Handel“.
Gemeinsamhandel
Zweibrücken
und das City-
Management
verstehen sich als eine Einheit,
bündeln ihr Herzblut, individuelles
Knowhow, Manpower und
materielle Ressourcen für eine
Vielzahl bewusst geplanter Aktivitäten
und wirkungsvoller Werbeauftritte.
Dieser Passus wurde in der neuen
Vereinssatzung ergänzt, was
nach Einschätzung von Stricker
und Michel „einzig logisch und
zielführend ist“.

Das Ergebnis dieser Synergie
lässt sich sehen. Es gibt einen
großen, gemeinsamen Terminkalender
unter der Überschrift
Stadtmarketing, denn es packen
ohnehin alle an und bringen sich
ein – Gemeinsamhandel(n). Michel
freut sich besonders darüber,
dass auch Geschäfte außerhalb
der City mit im Boot sind –
Dienstleister, Medien und Gastronomen
sowie das Zweibrücken
Fashion Outlet und Möbel Martin.
Er lobt: „Von Anbeginn an hat
uns auch die Stadt, allen voran
das Ordnungsamt, enorm unterstützt.“
Jeden Monat trifft sich der Vereinsvorstand
in einer offenen Sitzung
gemeinsam mit der
City-Managerin. Ideen werden
geboren, Vorschläge perspektivenreich
diskutiert, gemeinsame
Entscheidungen getroffen
und zeitnah umgesetzt. „Alle Aktivitäten
dienen keinem Selbstzweck,
sondern haben das Ziel,
immer mehr Menschen in die
Stadt zu holen, sie für Zweibrücken
zu begeistern“, betont Petra
Stricker. Kinder, Senioren, Gesundheitsbewusste,
Familien,
Oldtimer-Fans, Leseratten – die
Vielzahl der Themen spricht immer
wieder eine andere Zielgruppe
an: Zweibrücken – interessant
für jedermann. In Themen-
Teams, so nennt Stricker ihre
Projekt-Besprechungen zur
Vorbereitung der unterschiedlichen
Aktivitäten, bringen sich
Menschen mit ihrer Kompetenz
und ihrem individuellem Engagement
für die jeweilige Sache
ein, darunter Rentnerinnen und
Rentner, Privatpersonen oder
auch Zweibrücker Vereine. Feststehende
Termine wie der Welt-
Kindertag, der Welt-Gesundheitstag,
die Saarländer-Tage
zum 15. August an Maria Himmelfahrt
oder Halloween schaffen
Kontinuität und sichern
Stammgäste.

Jetzt hat auch der etablierte
Flohmarkt wieder einen festen
Termin. Andreas Michels Gespräche
mit allen Händlern in
der City und den Standbetreibern
haben den Flohmarkt wieder
in die einzigartige Barock-
Kulisse auf den Schlossplatz zurück
gebracht. Hier wird jetzt jeden
dritten Samstag im Monat
gestöbert, gefeilscht und erworben
und das an immer mehr
Ständen. „Das Konzept kommt
super an“, freut sich der Vorsitzende.
Weitere „Babys“ von Gemeinsamhandel
Zweibrücken
sind das ehemalige Lyoner-Fest,
das nunmehr als fest installierte
„Saarländertage“ Massen anlockt
oder das Lichterfest Mitte
November.

Erfolg zieht Erfolg an: Am Ende
des ersten Jahres hat Gemeinsamhandel
Zweibrücken fast 20
neue Mitglieder hinzugewinnen
können. Weitere sind natürlich
jederzeit willkommen. cvw